Still Untitled

Eine Produktion der HillAc
2006


1. Etappe

- Seelenwanderung -

An der Wand die Projektion einer Karte:

Er sprach mit leiser Stimme:

"Irgendwo auf dem Highway zwischen Albuquerque und Santa Fe. - Der LKW war umgestürzt. Die Indianer lagen da, wo sie hingeschleudert wurden. Sie lagen auf dem Asphalt. Sie lagen im Sterben.

Mein Vater hielt an. Er schickte einen der Gaffer zur Telefonsäule, um die Ambulanz zu rufen. Mehr konnte er nicht tun.

Durch das Wagenfenster konnte ich das Geschehen verfolgen. Ich schrie: "Sie sterben! Sie sterben!" Meine Mutter hielt mich in ihren Armen.

Als mein Vater weiterfuhr, sagte er: "Es ist alles in Ordnung, es war nur ein Traum, nichts Wirkliches, ein Traum."

Es war kein Traum. Es war wirklich. Und es war kein Zufall. Sie hatte mich gesucht. Jetzt hatte sie mich gefunden. Die Seele eines sterbenden Indianers."

Keiner sagte etwas. Seine Augen schauten ins Leere.

Ein Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit. Seine Füße gaben den Takt an:

"You may bury my body, ooh
down by the highway side.
So my old evil spirit
can catch a Greyhound bus and ride." (1)

Er lachte: "Hi-hi-hi-hi, ah-hi-hi-hi-hi-hi . . ."

Dann verschwand er.

- - -

So zu lesen in einer Nachricht von 9, die von der HillAc am 5. November des Jahres 2005 empfangen wurde.

Anhang:

Fortsetzung folgt . . .

(1) Robert Johnson; Me and the Devil Blues