Zeitblick / Das Online-Magazin der HillAc - 1. April 2009 - Nr. 33

In Hamburg

Mitten im Winter

Vom 23. Januar bis zum 2. Februar 2009 in den Austellungräumen des KuBaSta e.V. in der Repsoldstraße 45: Kinderbuchillustrationen, Filz- und Stofftierwelten, Handpuppen, Filme, Fotos, Texte und Produktdesign - ZWEI GEGEN DREI - DER LETZTE LACHT DAS LICHT AUS - "Jetzt auch als Ausstellung". Anne-Kathrin Behl und Therese Schreiber stellten Arbeiten aus den letzten Semestern ihres Studiums der Illustration an der HAW Hamburg (Hochschule für Angewandte Wissenschaften) aus.


22ND FORESTLANE / Produktdesign von Anne-Kathrin Behl / Foto: HillAc

Mitten im Winter. Die Gartenmöbel waren schon rausgestellt, der Tisch war eingedeckt, Wäsche hing an der Leine und Stofftiere trollten sich in Zweigen, in Kisten und in einer Landschaft aus Filz.


Die Stofftiere Prollo, Apahft und Supercoon von Anne-Kathrin Behl / Foto: HillAc

So präsentierte sich das Label 22ND FORESTLANE von Anne-Kathrin Behl - irgendwie britisch - humorvoll, unkompliziert, einfach da, zwischen Illustrationen wie z.B. zu Pinocchio, zu Alice's Adventures in Wonderland und zu eigenen Kurzgeschichten.


"Was wollt ihr von mir?" - rief Pinocchio und richtete sich voller Angst im Bett auf.
"Wir sind gekommen, dich zu holen." - antwortete das größte Kaninchen. /
Eine Illustration von Anne-Kathrin Behl / Foto: HillAc

"Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt. / Gerettet alle. Nur einer fehlt!" Wer kennt sie nicht, diese Zeilen aus JOHN MAYNARD von Theodor Fontane. Mit JOHN MAYNARD hatten sich beide Künstlerinnen beschäftigt. Hier der Beitrag von Therese Schreiber.


Illustrationen zu "John Maynard" von Therese Schreiber / Acryl und Öl / Foto: HillAc

Einen Schwerpunkt der ausgestellten Arbeiten von Therese Schreiber bildeten Handpuppen. Handpuppen - fotografiert, inszeniert und gefilmt. Handpuppen auf der Suche nach Handlung, Handpuppenversuche. An der Alster, in der Kunsthalle und an anderen Orten in Hamburg.


Auf der Suche nach Handlung / Diverse Handpuppenversuche / Mixed Media /
Künstlerin: Therese Schreiber / Foto: HillAc

Mitten im Winter. Licht, Farben, Fabelwesen, aus Büchern entsprungene Geister und mehr . . . wie z.B. Livemusik zur Vernissage am 23. Januar 2009.


Links: "Stadtparksee mit Riese und Schwimmhilfe" / Acryl und Collage / Künstlerin: Therese Schreiber /
Rechts: "Der speichelechte Eichelspecht" / Acryl auf Holz /
Künstlerin: Therese Schreiber / Foto: HillAc

Eichelspecht? Die bei uns lebenden Spechte suchen sich ihre Beute unter der Rinde von Bäumen und fressen sie sofort auf. Sie bevorzugen Insekten und deren Larven, insbesondere Raupen- und Käferlarven und Ameisen. So auch der Eichelspecht, dessen Lebensraum sich vom südwestlichen Kanada, entlang der Pazifikküste bis nach Panama erstreckt. Der Eichelspecht hat sich nun aber etwas ausgedacht, was unsere Spechte nicht tun. Er legt für den Winter Vorratslager an. Diese Vorratslager befinden sich in Baumhöhlen und in tiefen Ritzen der Rinde. Oder, wie im Falle von Therese Schreibers speichelechtem Eichelspecht, auch mal in dem einen oder anderen Holzkopf.


"Der speichelechte Eichelspecht" / Acryl auf Holz /
Künstlerin: Therese Schreiber / Foto: HillAc

"Der speichelechte Eichelspecht hält sich den Menschen artgerecht." Eine Beschreibung dieser Spechtart von Therese Schreiber.

Jesper Soerensen